Im Jahre 1517, am Sonntag nach Ostern, bestätigt der Offizial der zum Bistum Mainz gehörenden Propstei Hofgeismar, Johannes Eberhard, die Gründung einer Fabians- und Sebastiansbruderschaft in Landau. Nach den  Bestimmungen der Gründungsurkunde diente sie einem rein kirchlichen Zweck. Mit der Reformation verschwanden die kirchlichen Bruderschaften aber bald von der Bildfläche. Um einem drohenden Verfall zu entgehen, verwandelten sie sich in der nach- reformatorischen Zeit in Schützengesellschaften.

Am 30. Juli 1593 bestätigte Graf Franz II. (1553 - 1597) das Statut der Landauer Schützengesellschaft.

Die enge Beziehung der Landauer Schützengilde zum Grafen- bzw. Fürstenhaus kommt nicht nur in der Bestätigung der Gründung zum Ausdruck, sondern sorgte in der Vergangenheit auch für die materielle Ausstattung der Schützengilde. 

Das zentrale Ereignis im Rahmen der Aktivitäten der Landauer Schützengilde stellte damals wie heute das Schützenfest dar. Der Tag des Königsschießens begann mit dem gemeinsamen Zug der Schützenrotten vom Rathaus zum Schießplatz, wo - wie heute um einen mit Bändern geschmückten Königshut geschossen wurde.

Alle Abteilungen der Schützengilde haben dazu einen entscheidenden Beitrag geleistet, sowohl die farbenprächtige historische Gruppe, der Blickfang der Feste, als auch die Gewehrgruppe, der eigentliche historische Kern der Schützengilde, denn früher trugen alle Schützen ein Gewehr.

Und die Schützengilde Landau wird weiter bestehen, wenn sie die Schützenordnung von 1593 beherzigt: „uff das allerseits Friede und Einigkeit sei und gepflanzt und erhalten werde“.

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage der Schützengilde Landau unter www.schuetzengilde-landau.de

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